NIEDERBERGER Gruppe Verwaltungs-GmbH:
Kommentar zu Kraftstoffpreisen: Gebäudedienstleister Niederberger Berlin warnt vor Folgen für Investitionen und Ausbildung
Berlin – Die Preise für Benzin und Diesel liegen seit Monaten auf hohem Niveau und inzwischen deutlich über 2,30 Euro pro Liter. Für den Berliner Gebäudedienstleister Niederberger Berlin werden die hohen Kraftstoffpreise zunehmend zum wirtschaftlichen Kraftakt: Rund 50.000 bis 55.000 Euro zusätzliche Kosten in diesem Jahr erwartet das Unternehmen. „Tanken tut weh“, sagt Peter Hollmann, Betriebsleiter von Niederberger Berlin. „Die Kosten für Kraftstoff sind massiv gestiegen. Gleichzeitig können wir die Mehrkosten aber nicht einfach an unsere Kunden weitergeben, weil viele unserer Preise vertraglich festgeschrieben sind.“
Wie viele andere mittelständische Unternehmen muss auch der Gebäudedienstleister abwägen, wie die Kosten auf Dauer aufgefangen werden können. Denn Investitionen in Elektromobilität, moderne Technik und die Weiterentwicklung der Beschäftigten benötigen finanziellen Spielraum. Genau der wird durch dauerhaft hohe Kraftstoffkosten kleiner.
„Das Geld, das wir zusätzlich an der Tankstelle lassen, können wir nicht gleichzeitig in E-Mobilität investieren. Natürlich könnten wir die Umstellung unserer Fahrzeuge trotzdem weiter vorantreiben. Dann müssen wir aber andere Investitionen entsprechend priorisieren“, sagt Hollmann. Das betrifft dann auch die Ausbildung: Niederberger Berlin bildet sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen Bereich aus. Sollten die Kosten für Kraftstoff und Logistik dauerhaft hoch bleiben, könnte dies auch Auswirkungen auf die Zahl der künftigen Ausbildungsplätze haben: „Wir wollen in die Zukunft investieren und junge Menschen ausbilden. Genau deshalb müssen wir darauf achten, dass uns steigende laufende Kosten nicht den finanziellen Spielraum für solche Zukunftsthemen nehmen“, so Hollmann. Für ihn geht es deshalb längst nicht mehr allein um den Preis an der Tankstelle: „Es geht vielmehr um die Frage: Wie viel finanzieller Spielraum bleibt noch für Investitionen, Ausbildung und Qualität?“
Um zumindest einen Teil der Kosten aufzufangen, optimiert das Unternehmen die Routen zu und zwischen seinen Einsatzorten inzwischen mit Künstlicher Intelligenz. Eine Software hilft dabei, Touren effizienter zu planen und unnötige Fahrstrecken zu vermeiden. Zwischen 7.000 und 10.000 Euro im Jahr können so eingespart werden. Doch Hollmann warnt davor, das als Lösung zu sehen: „Das ist nur Schadensbegrenzung. Wir können unsere Touren noch so effizient planen; wenn der Kraftstoff dauerhaft so teuer bleibt, löst das nicht das eigentliche Problem.“
Aus Sicht des Gebäudereinigermeisters stellt sich zunehmend auch die Frage, wer von den hohen Preisen profitiert. „Unsere Verluste sind Übergewinne bei Mineralölkonzernen und ein Steuerplus für den Staat“, kritisiert er. „Was uns als mittelständischem Unternehmen an finanziellem Spielraum fehlt, landet an anderer Stelle als zusätzlicher Gewinn oder zusätzliche Steuereinnahme.“
Langfristig wird wohl die Weitergabe zumindest eines Teils der Kosten an seine Kunden unvermeidbar: „Wenn die Preise derart hoch bleiben, kommen wir um Preisanpassungen nach oben nicht herum. Unsere Leistungen werden dann teurer. Das ist keine Entwicklung, die wir uns wünschen.“ Der Betriebsleiter fordert deshalb die Politik auf, Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer nachhaltigen Entlastung bei Kraftstoff- und Energiekosten führen. „Die Politik muss regulierend eingreifen, damit die Preise wieder sinken können“, fordert Hollmann. „Gerade für mittelständische Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, ausbilden und in neue Technologien investieren wollen, sind dauerhaft hohe Energie- und Kraftstoffkosten keine Kleinigkeit. Sie entscheiden mit darüber, was wir uns in Zukunft noch leisten können.“
Weitere Informationen unter: www.niederberger.de









